Apr 282009
 

Heute war ich wieder in der Ringvorlesung Medien&Bildung der Uni Hamburg, diesmal referierte Prof. Dr. Rudolf Kammerl:

“Du bist doch schon süchtig! – Wenn die Kinder aus der Perspektive der Eltern die Kontrolle über ihre Mediennutzung verlieren: Kontrollzuschreibungen im Kontext medialer Transformation” Continue reading »

Mrz 142009
 

“personal learning environment” (PLE) ist also ein offensichtlich schon lange und vielfach verwendeter Begriff, um dessen Definition (die da von ausschließlichem Bezug zu Software, zu Lernplattformen, auch zu Hardware, bis einschließlich der Teile der realen Welt gehen) gerungen wird.

Ich halte es mit Rolf Schulmeister, der – so das Fazit aus seinem Vortrag (sehr kurzweilig! Danke dafür!) – unter PLE immer auch die Bestandteile der tatsächlichen Umgebung, in der gelernt wird, einbezieht. Und weil Lernen eben persönlich ist, so Schulmeister weiter, kann es keine allgemeine, sondern nur eine persönliche Definition von PLE geben.

Vielleicht kann man ja versuchen, eben diese persönlichen Teile der PLE zu verallgemeinern? Persönliche Lernumgebung = „alte“ Medien + neue Medien + Arbeitsmittel + Räume + …

Ich versuche das für mich dadurch zu lösen, dass ich – vorerst – das Kürzel PLE tatsächlich nur für den digitalen Teil der persönlichen Lernumgebung verwende. Denn die deutsche Übersetzung lässt nicht umgehend an Web2.0-Tools denken.

Auch Schulmeister meint sicher in dem Moment, wenn er davon spricht, dass PLEs nicht für jedes Wissen geeignet sind, die PLEs in digitalem Sinne… Ich denke, dass die Gestaltung/Anpassung der persönlichen Lernumgebung von Wichtigkeit ist, also: Für diese/n Lerner/in diese Lernumgebung, für jene/n Lerner/in jene Lernumgebung (also: Alle Teile der Lernumgebung. Das schließt eine Anpassung der PLEs an die jeweiligen Lernvoraussetzungen und -ausgangslagen der Lerner/innen ein.).

Von großer Wichtigkeit erscheint mir hierbei sein gezogener Schluss, dass unsere Aufgabe darin besteht, Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, sich selbst Lernumgebungen zu organisieren.

In diesem Sinne widme ich mich ja jetzt gerade der Gestaltung des Teiles „Blog“ meiner eigenen Lernumgebung (Update No. 1).

Und muss mich nun um die Organisation eines weiteren Teils meiner Lernumgebung kümmern: Nämlich meines Arbeitszimmers – das muss ich jetzt aufräumen (Update No. 2).

Mrz 132009
 

Splitter von der Tagung

Personal learning environments in der Schule

am 13.03.09 in Arth-Goldau (Schweiz)

Splitter eines Vortrages von Michael Kerres (Uni Duisberg/Essen):

Findet Lernen nicht eher außerhalb von bestehenden Lernplattformen statt?

Wie können Lernmanagementsysteme und personal learning environments schlau kombiniert werden?

Wäre es möglich,dass moderne LMS eher die Form von RSS-Readern haben?

Neue Entwicklungen in Schule und damit einhergehende Veränderungen auch des Kollegiums werden nicht mehr über Fortbildungen sondern nur noch über Schulentwicklung zu leisten sein…

Wenn beim Lernen immer Fehlergemacht werden dürfen (und müssen!) – wie steht es da mit dem Konflikt: „Nutzung des Internet“ vs. „Privatheit“?

Der Vortrag wird demnächst im Netz verfügbar sein.

Nov 152008
 
soviel zum Thema…
und das ausgerechnet von einem Mitglied von Die Linke! Da hat Herr Heilmann wohl was nicht verstanden…
Hier ein Artikel von:

http://www.tagesschau.de/inland/heilmann100.html

Linke-Abgeordneter sieht “falsche Tatsachenbehauptungen”

Politiker löst mit Wikipedia-Sperrung Empörung aus

picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Der Linken-Bundestagsabgeordnete Lutz Heilmann ließ den Zugang zu wikipedia.de sperren. ]
Wer derzeit die deutschsprachige Ausgabe des Internet-Lexikons Wikipedia besuchen will, wird unter der Domain “www.wikipedia.de” nicht fündig. Stattdessen erkärt ein Hinweis den Nutzern, dass der Politiker Lutz Heilmann, der für die Partei Die Linke im Bundestag sitzt, beim Landgericht Lübeck am 13. November 2008 eine einstweilige Verfügung gegen den Domain-Inhaber Wikimedia Deutschland e.V. erwirkt habe.

Wikimedia Deutschland darf nicht auf die eigentlichen Inhalte des Online-Lexikons weiterleiten, so lange dort bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann verbreitet werden. Wikimedia Deutschland kündigte Widerspruch gegen den Beschluss des Landgerichts an.

Politiker: “Falsche Tatsachenbehauptungen”

Der in Lübeck wohnende Heilmann erklärte gegenüber dem Onlinedienst Heise.de, dass in dem Wikipedia-Artikel zu seiner Person “falsche Tatsachenbehauptungen, die geeignet sind, meinen Ruf zu schädigen” gemacht würden. Er habe auch gegen drei Autoren des Artikels Strafanträge gestellt. “Wenn die falschen Behauptungen verschwinden, werde ich die Einstweilige Verfügung sofort außer Kraft setzen”, sagte Heilmann, selbst Jurist, gegenüber Heise.

Screenshot Wikipedia.de [Bildunterschrift: Keine Inhalte unter dieser Adresse: Ein Hinweis unter der Adresse www.wikipedia.de informiert, dass die Weiterleitung auf das Lexikon unterbrochen ist. ]

Vorgehen sorgt für Echo im Web

Der betreffende Artikel über Heilmann ist allerdings unverändert abrufbar: Alle Artikel der deutschsprachigen Wikipedia liegen ohnehin auf Server der Wikimedia Foundation in den USA und sind unter der Adresse de.wikipedia.org weiter erreichbar.

Zugleich hat Heilmann mit seinem juristischen Vorgehen vermutlich genau das Gegenteil von dem erreicht, worum es ihm ging: Wikipedia-Nutzer ärgerten sich über die in seinem Namen erwirkte Sperrung. Die allermeisten Surfer dürften erst dadurch auf die auf Heilmann und die von ihm “als falsche Tatsachenbehauptungen” bezeichneten Äußerungen aufmerksam geworden sein. Online-Medien und Weblogs berichteten über die Sperrung. In Foren und Weblogs disktuierten Internet-Nutzer über Heilmanns Vorgehen und die Vorwürfe, die mögliche Stasi-Verwicklungen und das Privatleben Heilmanns betreffen sollen. Gegen dieses Web-Echo wird Heilmann kaum vorgehen können – es bleibt auf absehbare Zeit bei der Suche nach seinem Namen im Internet erhalten. Heilmanns eigene Internet-Seite ist offenbar unter erhöhtem Nutzer-Interesse zusammengebrochen.

Nov 112008
 

Erst diese Vorfreude auf das Seminar heute. Uni. Herrlich.

Und wie jedes Mal: Ich gehe zufrieden nach Hause.

Es ist nicht immer nur der Inhalt der anderthalb Stunden, die dafür sorgen. Aber alles zusammen.

Heute – auch wie jedes Mal – viel zu viele Gedanken mitgebracht, die noch zu Ende gedacht werden müssen. Vorerst werde ich diese – der Thematik wegen in jeweils eigene Artikel gepackt – hier loswerden. Sie folgen gleich.

Dass ich meine Gedanken zu einem Seminarbeitrag nur demjenigen, der diesen Beitrag hielt, gemailt und nicht in den Raum gestellt habe, war natürlich nicht produktiv für das Seminar. Ich hatte aber noch nicht so fertig gedacht, dass das für die Öffentlichkeit annehmbar gewesen wäre. Ich mag halt keine halben Sachen. Vielleicht werde ich meine Gedankensplitter später etwas klarer formulieren können, dann stelle ich sie in den Raum. Aber ich finde, auch in einem Seminar „Medien & Bildung“ muss es möglich sein, sich nicht öffentlich zu äußern. Sowohl in der realen wie der virtuellen Welt bedarf es so mancher Nischen. Angesichts der größeren Öffentlichkeit in der virtuellen Welt hier vielleicht noch viel mehr Nischen…

Mitgenommene Fragen:

  • Ist CommSy wirklich eine Community?

  • interessant: „learning community“ oder „learning in community“? Und: Wer lehrt und wer lernt in communities?

  • Ergibt sich der Nutzen von life nicht erst während der Nutzung durch die Nutzung? Und was würde Flusser zu dem „Werkzeug“ life sagen?

  • Noch nachdenken: Subjekt — Objekt — Projekt

Das nächste ist ein wahrscheinlich sehr interessanter Link, auf den mich Ralf verwiesen hat – dazu später mehr in diesem Blog.

Aus der Schule vielleicht noch so viel: Eine Fortbildung für unser Kollegium, die in der letzten Woche stattfand, hat insgesamt gute Rückmeldungen bekommen. Und ich habe endlich den noch fehlenden Master fertig eingerichtet. Außerdem sind die letzten Bestellungen soweit vorbereitet. Und ich freue mich schon riesig aufs Wochenende, an dem eine Kollegin und ich ein wenig an unseren wunderbaren Rechnern basteln… Juhu!!!

Nov 112008
 

Die Meinungen und Erfahrungen hier sind sehr unterschiedlich. Ich hatte im letzten Semester gemeinsam mit 2 Studentinnen sehr gute Erfahrungen gesammelt, weil wir uns zu dritt im Chat unseres Projektraumes befanden, dabei Dateien hoch- und runterluden, und im Ganzen recht gut darin arbeiten konnten.

Eine Begründung, warum ich den SchulCommSy auch an Grundschulen etablieren möchte, trotz aller Möglichkeiten, die Blogs etc. bieten, liefere ich an dieser Stelle noch nach. Vorab nur Stichworte: Geschützter Raum. Möglichkeiten der Öffnung (sowohl ganz offen als auch für bestimmte festgelegte Personenkreise). Übung für spätere ganz offene Räume. Bewegung innerhalb virtueller Räume üben. Erlernen von Hoch- und Runterladefunktionen. Einführung in das e-learning sowohl gesteuert von LehrerIn als auch in Gruppen. …