Mrz 142009
 

“personal learning environment” (PLE) ist also ein offensichtlich schon lange und vielfach verwendeter Begriff, um dessen Definition (die da von ausschließlichem Bezug zu Software, zu Lernplattformen, auch zu Hardware, bis einschließlich der Teile der realen Welt gehen) gerungen wird.

Ich halte es mit Rolf Schulmeister, der – so das Fazit aus seinem Vortrag (sehr kurzweilig! Danke dafür!) – unter PLE immer auch die Bestandteile der tatsächlichen Umgebung, in der gelernt wird, einbezieht. Und weil Lernen eben persönlich ist, so Schulmeister weiter, kann es keine allgemeine, sondern nur eine persönliche Definition von PLE geben.

Vielleicht kann man ja versuchen, eben diese persönlichen Teile der PLE zu verallgemeinern? Persönliche Lernumgebung = „alte“ Medien + neue Medien + Arbeitsmittel + Räume + …

Ich versuche das für mich dadurch zu lösen, dass ich – vorerst – das Kürzel PLE tatsächlich nur für den digitalen Teil der persönlichen Lernumgebung verwende. Denn die deutsche Übersetzung lässt nicht umgehend an Web2.0-Tools denken.

Auch Schulmeister meint sicher in dem Moment, wenn er davon spricht, dass PLEs nicht für jedes Wissen geeignet sind, die PLEs in digitalem Sinne… Ich denke, dass die Gestaltung/Anpassung der persönlichen Lernumgebung von Wichtigkeit ist, also: Für diese/n Lerner/in diese Lernumgebung, für jene/n Lerner/in jene Lernumgebung (also: Alle Teile der Lernumgebung. Das schließt eine Anpassung der PLEs an die jeweiligen Lernvoraussetzungen und -ausgangslagen der Lerner/innen ein.).

Von großer Wichtigkeit erscheint mir hierbei sein gezogener Schluss, dass unsere Aufgabe darin besteht, Schülerinnen und Schüler in die Lage zu versetzen, sich selbst Lernumgebungen zu organisieren.

In diesem Sinne widme ich mich ja jetzt gerade der Gestaltung des Teiles „Blog“ meiner eigenen Lernumgebung (Update No. 1).

Und muss mich nun um die Organisation eines weiteren Teils meiner Lernumgebung kümmern: Nämlich meines Arbeitszimmers – das muss ich jetzt aufräumen (Update No. 2).

Mrz 132009
 

Splitter von der Tagung

Personal learning environments in der Schule

am 13.03.09 in Arth-Goldau (Schweiz)

Splitter eines Vortrages von Michael Kerres (Uni Duisberg/Essen):

Findet Lernen nicht eher außerhalb von bestehenden Lernplattformen statt?

Wie können Lernmanagementsysteme und personal learning environments schlau kombiniert werden?

Wäre es möglich,dass moderne LMS eher die Form von RSS-Readern haben?

Neue Entwicklungen in Schule und damit einhergehende Veränderungen auch des Kollegiums werden nicht mehr über Fortbildungen sondern nur noch über Schulentwicklung zu leisten sein…

Wenn beim Lernen immer Fehlergemacht werden dürfen (und müssen!) – wie steht es da mit dem Konflikt: „Nutzung des Internet“ vs. „Privatheit“?

Der Vortrag wird demnächst im Netz verfügbar sein.

Nov 182008
 

An dieser Stelle möchte ich – für diejenigen, die es noch nicht wissen – auf eine in meinen Augen sehr wichtige Demo hinweisen, die am

Freitag, d. 21.11.08, um 15 Uhr ab Audimax

der Uni Hamburg stattfinden wird:

Die Demo ist Teil des Protestes gegen die Kürzung der Mittel der Erziehungswissenschaften an der Uni HH um 9 %, aber auch gegen die Aufrechterhaltung von Studiengebühren und den geplanten Umzug der Uni in die Hafencity.

Hier der Aufruf zum Download:

demoaufrufgipfel

Außerdem noch wichtige Links:

Der Fachschaftsrat Erziehungswissenschaften der Uni HH:

http://webapp5.rrz.uni-hamburg.de/fsr-db/Joomla/

Der EduCommSy-Raum der Planungsgruppe:

http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&DEST=http%3A%2F%2Fwww.educommsy.uni-hamburg.de%2Fcommsy.php%3Fcid%3D1476605

Die Studierendengruppe der GEW:

http://gewstudis.blogsport.de

Nov 112008
 

Die Meinungen und Erfahrungen hier sind sehr unterschiedlich. Ich hatte im letzten Semester gemeinsam mit 2 Studentinnen sehr gute Erfahrungen gesammelt, weil wir uns zu dritt im Chat unseres Projektraumes befanden, dabei Dateien hoch- und runterluden, und im Ganzen recht gut darin arbeiten konnten.

Eine Begründung, warum ich den SchulCommSy auch an Grundschulen etablieren möchte, trotz aller Möglichkeiten, die Blogs etc. bieten, liefere ich an dieser Stelle noch nach. Vorab nur Stichworte: Geschützter Raum. Möglichkeiten der Öffnung (sowohl ganz offen als auch für bestimmte festgelegte Personenkreise). Übung für spätere ganz offene Räume. Bewegung innerhalb virtueller Räume üben. Erlernen von Hoch- und Runterladefunktionen. Einführung in das e-learning sowohl gesteuert von LehrerIn als auch in Gruppen. …

Nov 112008
 

Wie kann ich, die ich mich „Freundin von open-source-Projekten“ nenne, dagegen sein, den Medienentwicklungsplan (MEP) unserer Schule – wie gewünscht – zu kopieren bzw. per Mail zu verschicken? Aber muss ich aufgrund meiner Erfahrungen nicht davon ausgehen, dass sich mit diesem MEP gar nicht auseinandergesetzt wird sondern nur Teile entnommen und anderswo reingetan werden? Würde das den entsprechenden Schulen denn Nutzen bringen?

Aufgrund welcher Erfahrungen sage ich das? – Solange …

  • … es noch KollegInnen gibt, die ihren Unterricht vorbereiten, indem sie Material aus dem Internet ausdrucken (nicht etwa runterladen, um es zu verändern oder zu verbessern oder an die eigenen Schüler anzupassen! – und dann auch noch s/w!) [also genau das tun, was andere LehrerInnen krampfhaft mittels Medienerziehung bei den Kindern zu verhindern suchen, nämlich sich vom Web sagen zu lassen was man sucht - anstatt dem Web mitzuteilen was man sucht], den Unterricht also aufgrund vorhandener Internetressourcen „vorbereiten“ – solange kann ich nicht davon ausgehen, dass ein online gestellter MEP als Ausgangspapier für konstruktive Debatten genutzt wird.

  • … es noch in Hamburg politisch gewollt ist, dass LehrerInnen aufgrund des Lehrerarbeitszeitmodells (was ja mittlerweile kein Modell mehr ist) über keinerlei Zeit noch Kraft verfügen, sich – noch dazu außerhalb der vorgesehenen sog. F-Zeit! – mit den Hintergründen ihres täglichen Tuns zu befassen und dieses möglicherweise auch mal zu hinterfragen,

  • … einem noch Kommentare entgegenfliegen, dass ein solches Papier wie unser MEP zu dick sei, zu viel Theorie drin ist (dabei ist in unserem noch nicht mal viel drin), dass es eher praktikabel, praktisch, auf die Praxis bezogen sein soll etc. – solange kann ich nicht hoffen, dass sich auch außerhalb der Beantragung von Geldern und Anschaffungsplanung mit unserem MEP auseinandergesetzt wird.

Wie könnte man das lösen? Ins Netz stellen, aber nur runterzuladen bei Registrierung? Immerhin könnte ich auf diese Weise potentielle Mitdenker für die Beschäftigung mit Medienentwicklungsplanung gewinnen… Oder Bitte um Beteiligung im Blog? Oder in einem extra Blog? In einem CommSy-Raum?

Nov 072008
 

Ob Planung von E-Learning, ob Medientechnische Grundlagen, oder ob Kommunikation im Internet – hier gibt es verschiedene Kurse zur Auswahl (kostenlos, Registrierung erforderlich), deren Besuch für LehrerInnen (besonders jene, die sich gerade erst mit Neuen Medien im Rahmen ihres Unterrichts auseinanderzusetzen beginnen) lohnenswert ist:

http://www.letuo.de/WebObjects/Lehrer-Tutorials.woa/cms/1075435/Online-Kurse.html