Nov 112008
 

Wie kann ich, die ich mich „Freundin von open-source-Projekten“ nenne, dagegen sein, den Medienentwicklungsplan (MEP) unserer Schule – wie gewünscht – zu kopieren bzw. per Mail zu verschicken? Aber muss ich aufgrund meiner Erfahrungen nicht davon ausgehen, dass sich mit diesem MEP gar nicht auseinandergesetzt wird sondern nur Teile entnommen und anderswo reingetan werden? Würde das den entsprechenden Schulen denn Nutzen bringen?

Aufgrund welcher Erfahrungen sage ich das? – Solange …

  • … es noch KollegInnen gibt, die ihren Unterricht vorbereiten, indem sie Material aus dem Internet ausdrucken (nicht etwa runterladen, um es zu verändern oder zu verbessern oder an die eigenen Schüler anzupassen! – und dann auch noch s/w!) [also genau das tun, was andere LehrerInnen krampfhaft mittels Medienerziehung bei den Kindern zu verhindern suchen, nämlich sich vom Web sagen zu lassen was man sucht - anstatt dem Web mitzuteilen was man sucht], den Unterricht also aufgrund vorhandener Internetressourcen „vorbereiten“ – solange kann ich nicht davon ausgehen, dass ein online gestellter MEP als Ausgangspapier für konstruktive Debatten genutzt wird.

  • … es noch in Hamburg politisch gewollt ist, dass LehrerInnen aufgrund des Lehrerarbeitszeitmodells (was ja mittlerweile kein Modell mehr ist) über keinerlei Zeit noch Kraft verfügen, sich – noch dazu außerhalb der vorgesehenen sog. F-Zeit! – mit den Hintergründen ihres täglichen Tuns zu befassen und dieses möglicherweise auch mal zu hinterfragen,

  • … einem noch Kommentare entgegenfliegen, dass ein solches Papier wie unser MEP zu dick sei, zu viel Theorie drin ist (dabei ist in unserem noch nicht mal viel drin), dass es eher praktikabel, praktisch, auf die Praxis bezogen sein soll etc. – solange kann ich nicht hoffen, dass sich auch außerhalb der Beantragung von Geldern und Anschaffungsplanung mit unserem MEP auseinandergesetzt wird.

Wie könnte man das lösen? Ins Netz stellen, aber nur runterzuladen bei Registrierung? Immerhin könnte ich auf diese Weise potentielle Mitdenker für die Beschäftigung mit Medienentwicklungsplanung gewinnen… Oder Bitte um Beteiligung im Blog? Oder in einem extra Blog? In einem CommSy-Raum?

  2 Responses to “Nachlese: Gedanken zum Medienentwicklungsplan (Danke, Ralf!)”

  1. Tag Anja,
    einerseits stellst du richtige Thesen auf, nur würde ich sagen, dass jemand der “asu dem Netz direkt ausdruckt” NICHT an einem Medienentwicklungsplan interessiert sein dürfte oder für die Suche nach einem solchen von der Schulleitung beauftragt werden würde.
    Um “Schundluder” auszuschließen wäre eine Diskussion über einzelne Teile eines Ganzen ja vielleicht eine Lösung (und die dann umgesetzt bei Commsy /Diskussionen?/ ?). DU hättest Rückmeldung über wahres Interesse und sogar noch eine Rückmeldung bzw. eine Weiterarbeit an deinem Konzept.
    Tobias

  2. das finde ich richtig gut. ich glaube, das gehe ich mal an. aber nicht mehr heute ;-)

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